Oldtimerfreunde Probstei

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So, 12.07.20 - 10:00 bis 16:00
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Ostsee Traktorentreffen 2008 und 2010

In beiden Jahren stehen die Veranstaltungen der Oldtimerfreunde Probstei unter dem Motto

"Heu und Stroh bergen"

Für die Vorbereitungen zur Heuernte sind in beiden Jahren Klaus Lilienthal und Jochen Lohmeier eingeteilt. Den Auftrag hatten wir nun an der Backe. Was und wie wollen wir es machen und welche Voraussetzungen müssen wir schaffen.

Unsere Idee war, das Reutern zu zeigen. Haben wir noch genug Reuterböcke? Wo bekommen wir eine Reuterschlöp und wo können wir genug Gras mähen, um diese dann reutern zu können.

Reuterböcke fanden wir dann noch in Freienfelde, die Reuterschlöp gehört zum Inventar der Oldtimerfreunde und lagerte im Magazin in Röbsdorf. Gras mähten wir dann am Weg nach Röbsdorf und zum Fischteich.

Bei bestem Heuwetter mit Sonnenschein und frischem Wind machten wir uns an´s Reutern.Schwaden zum Reutern in Krokau Reutern in Krokau 2010 Schwaden als Vorbereitung zum Reutern 2010

Weiterlesen: Reutern

Auf dem Programm für das Oldtimer Traktoren Treffen in Krokau steht in diesem Jahr unter anderem: Heu- und Strohbergung von der „Sense bis zum Ladewagen“.

Über viele Jahrhunderte war die Sense in vielen Kulturen das wichtigste Mähwerkzeug in der Landwirtschaft und wurde in vielen Gedichten und Geschichten beschrieben. Ob zum Mähen von Gras oder Getreide, die Sense muss schneiden und scharf sein, denn die Arbeit mit der Sense war schwer und im Sommer auch sehr schweißtreibend. Nicht umsonst wurde die Sense auch „Schweethaken“ (Schwitzhaken) genannt.

Während des Mähens wurde das Sensenblatt nach 50 bis 100 Sensenschlägen mit dem „Leestrich“ (Sensenstreicher oder Wetzstein) nachgeschärft.

Dabei wird der Sensenbaum zwischen die Füße gestellt, mit der linken Hand und dem Oberarm werden der Rücken des Sensenblattes gehalten und mit dem Sensenstrich in der rechten Hand wird abwechselnd links und rechts von der Spitze des Blattes an mit kräftigen Zügen nachgeschärft. Zum Schluss streicht der Mäher mit dem Sensenstrich über die volle Länge des Sensenblattes, wodurch das typische Klingen der Sense erzeugt wird.

Damit das Sensenblatt trotz des häufigen Nachschärfens gut schneidet, muss die Sensenschneide immer haar dünn sein. Diese Schärfe wird durch das Dengeln erreicht. Hierbei wird das Sensenblatt auf einem kleinen Dengelamboss, der in einen liegenden Haublock geschlagen ist, mit der Finne eines leichten Hammers ausgetrieben. Der Mäher setzt ca. 1 cm oberhalb der Schneide mit den Schlägen an und treibt den gehärteten Stahl des Blattes in der Breite der Hammerfinne in Richtung Schneide. Mit dem geübten Auge und dem Rücken des Fingernagels an seinem Daumen prüft er die Schärfe der Schneide. Diese darf keine Scharten bekommen und muss sich unter dem leichten Druck des Daumens leicht nach oben wölben lassen. Nicht ohne Grund kommt der Ausspruch: „Wer beim Dengeln schläft, wird beim Mähen wach!“

Heute, im Zeitalter der Elektrowerkzeuge und Einhandschleifer mit  Schleifscheiben, geht die Kunst des Dengelns leider verloren.

Unser Oldtimerfreund Peter Stoltenberg (Fiefbergen) hat diese Technik noch von seinem Vater gelernt und beherrscht sie noch. Deshalb hat er sich bereit erklärt und gezeigt, wie eine Sense fach- und stilgerecht gedengelt wird. Die Aufnahmen wurden am 10.08.2010 auf dem Hof Stoltenberg Erben in Röbsdorf gemacht und zeigen Peter bei seiner schlagkräftigen Arbeit.

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